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25.01.2017, Know-How

Mobile Trends 2017

Welche Tech-Trends prägten das vergangene Jahr und welche werden die mobile Welt im 2017 bewegen? Unsere Consultants, Engineers und Project Managers haben die Köpfe zusammengesteckt.

Mobile Trends 2017

Ungebremste Digitalisierung in allen Lebensbereichen

 

Die digitale Transformation schreitet unaufhörlich voran, sei dies im Privaten, wie auch in Firmen oder dem öffentlichen Sektor: Das Internet of Things (IoT) haucht immer mehr «Dingen» wie Autos, Industrieanlagen oder Verkehrsampeln neue Fähigkeiten oder gar Intelligenz ein. Mobile Devices verdrängen TV-Screens, wir verlassen uns zunehmend auf personalisierte Services cooler Gadgets wie Smartwatches, AirPods, Fitness- und mHealth-Tracker oder Smart-Home-Assistenten, und zu jedem Bedürfnis findet sich - mindestens - eine App. Diese besitzen teilweise so grosses disruptives Potential, dass ganze Branchen ins Zittern kommen (Beispiel Uber, evtl. künftig eedoctors?). Unternehmen warten ihre Maschinen und designen Produkte mit modernsten Augmented Reality Tools, E-Collaboration eliminiert weiterhin Landesgrenzen und steigert die Arbeitsproduktivität, und - wohl eher früher als später - wird das Summen von Drohnen am Himmel Normalität.

 

Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz (KI)

 

Neuere Methoden der künstlichen Intelligenz - das sogenannte «Deep learning in neural networks» - lassen, vereinfacht gesagt, Maschinen dank ausgeklügelter Algorithmen und riesigen Datenmengen lernen. Dank Machine-Learning können Anwendungen auch mit Situationen umgehen, die nicht von Menschenhand programmiert worden sind. Ein beeindruckendes Beispiel lieferte im letzten Jahr Google’s Software Alphago, die den weltbesten Spieler in «Go» geschlagen hat, einem Spiel das  «menschliche» Eigenschaften wie Intuition und Kreativität erfordert.

Sämtliche Tech-Giganten - von Amazon, Facebook, Google, Apple, IBM bis Microsoft - sind ins  Wettrennen um KI eingestiegen. Dabei legen sie - neuerdings auch Apple - Forschungsresultate und Werkzeuge für Applikationsentwickler offen, nicht zuletzt, um dadurch an weitere Daten kommen.

Somit darf erwartet werden, dass künstliche Intelligenz auch in diesem Jahr in viele Anwendungen einfliessen wird - dies aber wohl eher evolutionär als revolutionär. Beispielsweise wird uns  Siri immer besser verstehen und selbstfahrende Autos werden sich zunehmend sicher durch immer komplexere Teststrecken bewegen.

 

Die App Economy wächst weiter

 

Die Zeit, die Anwender mit Apps verbringen, ist gemäss Flurry im letzten Jahr weltweit um sagenhafte 69% angestiegen. Die höchsten zeitlichen Zuwächse verzeichnen Messaging & Social Apps  (+394%), Business & Finance Apps (+43%) und Shopping Apps (+31%).  

Laut  App Annie haben auch sowohl die App Downloads wie auch die mit Apps erzielten Gewinne - v.a. mit Gaming, Live Streaming und Mobile Commerce -  im letzten Jahr weiter zugelegt. In der Studie wird auch aufgezeigt, wie Apps ganze Branchen transformieren: Videostreaming-Apps wie Youtube und Netflix legen auf Kosten von klassischem TV zu, Retailer machen weltweit 31% ihres Online-Umsatzes via Mobile und Online-Werbung verlagert sich weiter auf In-App-Video-Anzeigen in Social Media-, Video- und Spielplattformen.

Apps werden somit für Anbieter wie für Anwender ein weiterhin hoch aktuelles Thema bleiben und der Kampf um einen der begehrten Plätze auf den Dashboards der Anwender dürfte weiter zunehmen. Das bedeutet: noch bessere Apps, die das Nutzerbedürfnis im Kern treffen und punkto Usabilty und Performance keine Wünsche offen lassen. Zugleich steigen natürlich auch die Anforderungen an cleveres App-Marketing.

 

Augmented Reality: Mehr AR-Apps und eine Brille von Apple?

 

Pokémon GO war die erfolgreichste AR-App, beziehungsweise eine der erfolgreichsten App im letzten Jahr überhaupt (hier einige weitere Beispiele spannender AR-Apps und mit Swissquote auch ein Beispiel aus der Schweiz). Dieser Erfolg wird wohl auch in diesem Jahr weitere Game-Anbieter, Retailer und Marketers aller Branchen zu neuen AR-App-Anwendungen inspirieren.

AR-Smartglasses sind vor allem industriellen Bereich im Vormarsch. An einer eindrücklichen Präsentation der Microsoft Hololens im letzten Jahr durften wir live erfahren, wie die ambitionierte Mixed Reality-Anwendung Architekten, Produktdesigner, Autohersteller und sogar die Nasa unterstützt.  Es gibt aber auch kostengünstigere Produkte wie etwa die R-7 Smartglasses von ODG, die zum Beispiel technischen Support von Maschinen per Fernzugriff ermöglichen.

Gerüchteweise soll auch Apple zusammen mit Carl Zeiss an einer AR-Brille arbeiten, die noch in diesem Jahr präsentiert werden soll.

 

Weiterhin kein Mainstream: Chatbots und Digitale Assistenten

 

Die Art und Weise, wie Menschen mit Maschinen interagieren, wird sich zweifellos weiter verändern. Mit Chatbots lassen sich (einfache) textbasierte Dialoge führen und mit sprachbasierte Assistenten wie Siri, Alexa, Cortana oder Google Assistant können wir mit PC’s, Smartphones- und Watches, AirPods oder Heimassistenten sprechen. Sozusagen auf Zuruf suchen die digitalen Helfer Restaurants, verwalten Kalender, öffnen Apps, erinnern uns an Verabredungen oder lassen unseren Lieblingssong erklingen.

Obwohl in der Tech-Presse viel gehypt, nutzt die Masse der Schweizer aber sprachbasierte Assistenten unserer Einschätzung nach noch in eher mässigem Umfang. Dies wohl, weil die Spracherkennung noch nicht genügend ausgereift ist, Hemmschwellen bestehen, mit einem Gerät zu sprechen, und weil einige Hardware wie etwa Amazon Echo oder Google Home in der Schweiz noch gar nicht erhältlich ist. Fortschritte in der  Spracherkennung/NLP (natural language processing) und im Machine Learning werden aber die Popularität virtueller Assistenten zweifellos laufend erhöhen.

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