12.06.2018, Know-How

Apple WWDC 2018 – eine Review

Bereits zu 4. Mal live an der Apple WWDC in Kalifornien mit dabei war Yves Landert. Hier seine Highlights und eine kurze Tour durch die Konferenz.

 

Von Yves Landert.

 

Bereits zum vierten Mal durfte ich in diesem Jahr der Apple Entwicklerkonferenz in Kalifornien beiwohnen.

Auch wenn betreffend neuer Software an der diesjährigen Konferenz der absolute Wow-Effekt fehlte – neue Hardware wurde keine präsentiert – überzeugte Apple dennoch mit vielen clever durchdachten Updates bei allen «Big 4» Plattformen iOS12, macOS Mojave, watchOS5 und tvOS12.

Da viele Fachblogs bereits im Detail über die Ankündigungen berichteten, möchte ich mich hier auf einige meiner Highlights beschränken, und Sie anschliessend zu einer kurzen Fototour durch die Konferenztage einladen.

 

Augmented Reality (AR) weiterhin stark im Fokus

 

Als «transformative» Technologie bezeichnete Software-Chef Federighi AR und belegte auch gleich deren hohen Stellenwert  mit spannenden Neuankündigungen:

  • Das Highlight ist die Erweiterung der AR-Software mit Multiuser-Funktionen: Künftig können mehrere Anwender auf verschiedenen Geräten am selben AR-Erlebnis teilhaben. Dies wurde uns demonstriert durch ein Spiel, mit welchem man zu Zweit an iPads mit virtuellen Lego-Bauklötzen spielen kann. Das lässt disruptives Potential für die Spielwarenindustrie vermuten! 
  • Das neue ARKit 2 bringt Verbesserungen im Bereich Face-Tracking, Rendering und 3D-Objekterkennung.
  • Apple führt das AR-Fileformat USDZ ein, das ermöglicht, Objekte für AR-Apps leichter zu erstellen und diese in verschiedenen Anwendungen wie Safari, Messages und Mail oder in Grafikprogrammen von Adobe wiederzuverwenden.

Apple selber hat – wohl nicht zur Freude gewisser Entwickler, die ähnliche Apps schon im Store haben – mit «Measure» eine eigene AR-App lanciert.

Von den Qualitäten der neuen Multi-User-Funktion konnten wir uns während der Konferenztage im AR-Game-Room gleich selber überzeugen.

Zwar  nicht als Teil der Konferenz aber als Besucher des Apple Parks erwartete mich ein weiterer eindrücklicher AR-Showcase: eine AR-Vision des neuen Apple-Parks durch die iPad Linse.

 

 

 

Siri integriert sich leichter in Nicht-Apple-Apps

 

Zwar führt Siri auch in Zukunft keine Telefonate wie Google Duplex, aber die digitale Sprachassistentin wird mit iOS12 für Anwender wie auch für App-Anbieter zunehmend attraktiv.

Siri kann künftig viel einfacher mit Nicht-Apple-Apps kommunizieren. Mit der Shortcut Apps können Kurzbefehle definiert werden, die Aktionen in verschiedenen Apps auslösen.

Ein Beispiel: Falls man sein Schlüssel suchen möchte, genügt künftig der Befehl «Such die Schlüssel», um die entsprechende App zu aktivieren (sofern diese Siri unterstützt natürlich). Es lassen sich aber auch gleich mehrere Aktionen mit nur einem Kurzbefehl verknüpfen.

Mit der Funktion «Suggestions» wird Siri auch intelligenter. Sie merkt sich beispielsweise, wenn man jeden Morgen via App einen Kaffee bestellt und macht dann von sich aus den Vorschlag in Form einer Notification. Nun ja, dies ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber es zeigt, dass Apple im KI-Bereich der sehr aktiven Konkurrenz die Stirn bieten will.

 

Und viele weitere Annehmlichkeiten…

 

Wie von Apple nicht anders gewohnt, überzeugten sie auch diesmal mit vielen weiteren Features und Verbesserung, die das Leben eines Anwenders erleichtern, verbessern und vergnüglicher machen werden.

Um nur einige zu nennen:

  • Ein Performance-Schub mit iOS12, der doppelt  so schnelle App-Ladezeiten verspricht
  • Das Screentime-Feature, mit dem sich die Smarphone-Nutzung tracken und die der Kinder einschränken lässt
  • Die praktische Walkie-Talkie App oder die automatische Workout-Erkennung für die Apple Watch
  • Der  Darkmode des neuen MacOS Mojave
  • Die individuell gestaltbaren Memojis
  • Die neue Gruppen-Chat-Funktion für Facetime für bis zu 30 Teilnehmer 

und vieles mehr.

 

Eine kurze Tour durch die Konferenztage

 

Am Tag davor.

Ein stahlblauer Himmel und die ersten Anzeichen der WWDC lassen das Herz höher schlagen.

    

 

Die Keynote.

Ich hatte mich geistig zwar schon darauf vorbereitet, aber mühsam war das Anstehen nach der kurzen Nacht trotzdem. Dann hiess es let’s Run um eine Pole-Position und die Endorphine kamen dann schnell.

WWDC    

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Die Labs

Nicht ganz so gut besucht wie in den letzten Jahren waren die Labs. Die Atmosphäre war sehr entspannt und die Apple Engineers nahmen sich viel Zeit, um auf Fragen und Probleme einzugehen. Die Labs waren für mich auch dieses Jahr das Hauptargument für meine Reise über den grossen Teich.

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Der AR Game Room

Am besten besucht war wohl der AR Game Room, wo wir dank dem  AR-Game «Swiftshot» schon mal in den Genuss des Multiplayer-Feelings kommen konnten. Am letzten Tag gabs an der Swiftshot-Challenge noch was zu gewinnen.

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Der Company Store

Wie zu erwarten war, war der Merchandising Store auch in diesem Jahr am dritten Tag komplett ausverkauft.

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Die Bash

Als krönender Abschluss liess sich Apple auch heuer mit der Bash nicht lumpen, gratis Food & Drinks inklusive.

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Es hätten noch einige Bilder mehr werden können. Zum Beispiel von den vielen Fitness-Events wie der WWDC-Run (Nike Run Club), die Aufwärmtrainings jeweils am Morgen, oder der «Close Your Ring Challenge», an welcher Teams alle Aktivitätsringe auf der Apple Watch schlossen. Aber ich muss ja im nächsten Jahr auch noch was Neues zeigen können.

 

 

 

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